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Antonin Dvořák (1841 – 1904): Trio Nr.4, Dumky, op.90, E-Moll

Antonin Dvořák – Trio Nr. 4, Dumky, Op. 90, E-Moll, aus der Dumka Nr. IV, 2023 in der Villa Wertheimsten in Wien Döbling

Das Dumky-Trio wurde 1891, kurz vor der Umsiedelung des Komponisten nach Amerika, fertiggestellt. Das Wort Dumky (Dumka) kann mit „Nachsinnen“ und „Nachdenken“ übersetzt werden. Ursprünglich bezeichnet es ein slawisch – ukrainisches Klagelied (16. Jh.). Im 19. Jh. wird es für Instrumentalmusik verwendet, bei der sich melancholische und tänzerische Teile abwechseln. 

„Es sind dies kleine Stücke für Geige, Cello und Klavier. Sie werden fröhlich und traurig sein. An manchen Stellen wird es sein wie ein ernstes Lied, an anderen wie ein fröhlicher Tanz.“

Antonin Dvořák zum Dumky-Trio

Das Dumky -Trio ist ein Beispiel für poetisch – programmatische Musik. Formal gibt es zu den klassischen Trios keine Gemeinsamkeiten mehr. Jeder Satz zeichnet sich durch den Wechsel langsam – schnell aus, wobei die ersten drei Sätze eine Einheit bilden und attaca ineinander übergehen.

Dvořák selbst maß dem Werk eine besonders hohe Bedeutung bei. Dies wird unter anderem in seiner Honorarnote für den Verleger Simrock deutlich. Dabei verlangte er für das Dumky Trio genau so viel (2.000 Mark) wie für die bekannte Sinfonie in E–Moll (Aus der Neuen Welt) und vier Mal so viel wie für das ebenfalls bekannte Streichquartett F-Dur (Amerikanisches Streichquartett).

(ca. 25 MIn)

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