Die 21 Ungarischen Tänze von Johannes Brahms wurden ursprünglich für Klavier zu vier Händen komponiert. Das vierhändige Klavierspiel war damals in den gehobenen Gesellschaftsschichten sehr verbreitet. Brahms’ Tänze wurden gerne und häufig gespielt und so wuchs das Interesse auch an seinen anderen Werken. Die musikalischen Grundideen der Tänze Nr. 11, 14 und 16 stammen von Brahms selbst, die der anderen hat er durch den ungarischen Geiger Eduard Reményi kennengelernt. Sie dürften von diesem und anderen ungarischen Komponisten stammen.
Einige der Ungarischen Tänze (Nr. 5, Nr. 6 …) gehören sicherlich zu den berühmtesten Werken der Klassischen Literatur. Sie werden sowohl häufig mit Orchester – Brahms selber hat drei von ihnen für Orchester verfasst – als auch in verschiedensten anderen Besetzungen von Saxophon bis hin zu Chor aufgeführt.
Die Nr. 2 und Nr. 3 zählen zu Brahms’ weniger bekannten Tänzen.
Die mitreißende Nr. 5 dürfte der berühmteste Ungarische Tanz von Brahms sein.