Das Klaviertrio Opus 1 Nr. 3 in C -Moll fügt sich nahtlos in die Reihe großer Werke ein, die Beethoven für die verschiedenen Instrumente und Gattungen in dieser Tonart komponiert hat. Das Stück entstand als letztes der drei Klaviertrios, die der Meister für seinen Gönner Carl Lichnowsky in den Jahren 1793/94 geschrieben hat. Die Zählung Opus 1 geht auf Beethoven selbst zurück und zeigt die Bedeutung auf, die der Komponist diesen Werken gab. Das C-Moll Trio wiederum gilt als das gewichtigste dieser drei Trios. Es beinhaltet bereits alle Besonderheiten, die einen „typischen“ Beethoven ausmachen, und die seine Musik so herausragend machen.
Die Allgemeine musikalische Zeitung (bekannte damalige Musikzeitschrift) sah in den Trios sowohl „die fröhliche Jugend des Meisters“ als auch dessen „späteren, tiefen Ernst und die zarte Innigkeit“ verwirklicht.
Der erste Satz (Allegro con brio) beginnt mit einer unisono vorgetragenen Melodie, der sich ein gegensätzliches Motiv anschließt. Diese wird fortgeführt und mündet in das Seitenthema. In weiterer Folge verarbeitet Beethoven in der ihm eigentümlichen Form die verschiedenen Themen.
Der zweite Satz (Andante cantabile con Variazioni) besteht aus einem Thema in Es-Dur mit fünf Variationen. Bei diesen ist ein kantabler, verhaltener Charakter vorherrschend.
Der dritte Satz (Menuetto quasi Allegro) besticht durch klare Linienführung und spielerische Elemente.
Besonders erwähnenswert ist der abschließende vierte Satz (Finale Prestissimo). Dieser steht nicht mehr in der bis damals üblichen Rondoform, sondern ist wie der Kopfsatz in Sonatenhauptsatzform aufgebaut. Er bildet die Brücke zum ersten Satz und steht diesem ebenbürtig gegenüber.
(ca. 30 Min)